Landwirtschaft mit Geschichte

Die Landwirtschaft in Feldkirch-Gisingen besteht seit über 100 Jahren und wird schon in der dritten Generation von der Familie Ehrne betrieben. Aus einem Selbstversorgerbetrieb mit zwei Kühen und Einkommen als Taglöhner wuchs die Landwirtschaft durch Hermann und Emma Ehrne auf einen Betrieb mit acht Kühen heran.

1981 übernahmen Egon und Sonja Ehrne der Betrieb von den Eltern. Zu diesem Zeitpunkt war es ein typischer Vorarlberger Kleinbauern-Betrieb. Neben den acht Milchkühen gab es etwas Silo-Mais und Lagerkartoffeln von einem halben Hektar Acker, die ab Hof verkauft wurden. Die Familie führte die Landwirtschaft im Nebenerwerb.

Der lange Weg zum biologischen Anbau

Durch kritische Fragen von Konsumenten begann Ende der 80er Jahre ein nachhaltiger Umdenkprozess, der einige Veränderungen auslöste. Es wurde zum Beispiel begonnen Dinkel anzubauen, auf einer größeren Fläche wurden mehrere Arten von Kartoffeln angepflanzt und die Milch aus der eigene Kuhhaltung wurde auf dem Betrieb zu Joghurt und Topfen verarbeitet. Der Vater von Sonja Ehrne - Josef Geiger - war ein begeisterter Hobby-Gärtner. Seine stets umfangreicher werdendes Gemüseangebot fand großen Anklang bei den Ab-Hof-Milchkunden. In der Folge wurde die Gemüseproduktion erweitert ( Wurzelgemüse, Salate, Tomaten, Kohl, Sauerkraut, ...) und wurde zu einem wichtigen Standbein der Landwirtschaft. 1991 war intern die komplette Umstellung auf Bio-Landbau abgeschlossen, der Bauernhof Ehrne wurde Mitglied des eben erst gegründeten Ernte Verbandes in Vorarlberg.

Hofladen

Das steigende Interesse und die ideale Verkaufslage im Dorf führte zu der Einrichtung eines Hofladens. Dadurch war es möglich, dass der Nebenerwerbsbetrieb zu einem Vollerwerbsbetrieb wurde, die Familie konnte nun allein von ihrer Landwirtschaft leben.

Mit zunehmender Verbauung um den Betrieb, der seinen Standort mitten im Ortszentrum hat, wurde die Tierhaltung schwieriger. Die 12 Milchkühe und die Jungtiere konnten nicht mehr auf die Weide gehen und mussten sich mit einem befestigten Auslauf begnügen. Mit artgerechter Tierhaltung waren diese Voraussetzungen für die Familie Ehrne nicht mehr tragbar. Deshalb wurde 2002 die Tierhaltung aufgegeben. Aus dem Stall wurde ein neuer, vergrößerter Hofladen. Die Konsumenten haben seither die Möglichkeit drei Mal in der Woche im Zentrum von Gisingen biologische Lebensmittel einzukaufen.

 

Aus der eigenen Quelle trinken


Mit dem, was wir zu uns nehmen, bestimmen wir zu einem gewissen Teil auch den Lauf der Welt. Viele unserer derzeitigen globalen Probleme stehen in engem Zusammenhang damit, wo und wie unsere Lebensmittel erzeugt werden.

Der 2008 erschienene Weltagrarbericht macht deutlich, dass nur regionale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln, aus ökologisch verträglichem Anbau, weltweit die Ernährung der Menschen sicherstellen kann.

Deshalb suchen wir immer wieder nach Wegen, den Anteil an regional erzeugten Lebensmitteln zu steigern.

Weil wir den hohen Wert unserer eigenen Böden erkennen und die Vielfalt an Feldfrüchten in Vorarlberg erhalten und erweitern möchten, bauen wir nun Speisegerste an.

 


Gerste gehörte im alten China neben Reis, Weizen, Hirse und Soja zu den 5 heiligen Körnern. Die Hochkulturen Ägyptens sahen die Gerste als ein Geschenk der Götter, im antiken Griechenland bekamen die Gewinner der olympischen Spiele einen Sack Gerste als Preis, im römischen Reich stärkten sich Legionäre und Gladiatoren mit Gerstenbrei.

Auch bei uns in Vorarlberg hat der Gerstenanbau Tradition. Diese Erfahrung wollen wir nutzen, um die Gerste als schmackhaftes, vielseitig verwendbares Getreide in den Speiseplan zu bringen. Und nicht nur das: Wir wollen Ihnen Lust machen auf Gerste.

Wir säen Gerste

Es ist April. Bio-Bauer Egon Ehrne in Gisingen hat sein Gersten-Saatgut in die Sämaschine gefüllt.
Die ersten Furchen sind gezogen.
Er ist zufrieden, die Körner sind gut in der Erde gelandet.
Bald ist der ganze Acker eingesät. Jetzt vertraut er auf das Wetter und die Fruchtbarkeit des Bodens.

 




Gerste - ein vollwertiges Lebensmittel

Die Gerstensuppe ist wohlbekannt, ebenso kann die gerollte Gerste wie Reis zubereitet oder für Eintöpfe, Aufläufe und Risotto verwendet werden.

Aus Gerstenschrot lassen sich Breie, Müsli und Laibchen bereiten.

In vielen Ländern der Erde wird Gerstenmehl für Süßspeisen oder Suppen verwendet.

Aus jungem Gerstengras kann ein hochwertiger Saft gepresst werden.

Wir selbst haben für Sie viele Gerichte ausprobiert. Rezepte unter www.ehrne-bioladen.at

Arbeitsweise

 

Wir sind Mitglied von Bio Austria und erfüllen die strengen Vorschriften des Bio-Verbandes. Kontrolliert werden wir durch Austria Bio Garantie (AGB).




Uns ist das noch nicht genug:

Wir verwenden keinerlei Hilfsmittel, die im biologischen Anbau erlaubt sind. Weder zum sogenannten Pflanzenschutz, noch zum Vertreiben oder Töten der sogenannten Schädlinge.
Wir vertrauen auf Weisheit der Natur und stärken die Pflanzen durch unsere liebevolle Zuwendung.